iPods dying softly
vor ungefähr 7 Tagen war diese Utensil der Überzeugung, sich selbst zu zerstören, genau genommen bat mich das Gerät um eine Wiederherstellung der Daten da ein Defekt aufgetreten war. Es war etwas nervig ohne Musik nach Hause zu fahren aber was soll’s. Zu Hause angekommen habe ich auf iTunes gehört und den iPod wiederhergestellt. Eine Stunde später war alles wieder drauf.
Nach zwei Tagen erschien die gleiche Meldung, aber erst als ich ihn ausmachen wollte, seltsamer Weise ließ er sich ohne Probleme wieder einschalten und spielte weiter die Musik ab. Nach zwei Tracks konnte ich den iPod nicht mehr bedienen. Nachdem das Interface komplett eingefroren war. Weitere drei Minuten später verstummten auch die musikalischen Klänge und die Festplatte lief ununterbrochen. Ein Neustart meinerseits, war dann die Folge, dummerweise landete ich nicht bei dem silberfarbenen Apfel auf schwarzem Untergrund, sondern in einem hässlichen 1st Generation iPod Interface, genannt DFU Mode – wer hätte es vermutet. Ich habe das Gerät nun schon mit etwas mehr Aggressivität in das iPod-Dock gestellt. Wieder auf die iTunes Meldung warten und Wiederherstellen drücken. Nachdem der Kopiervorgang abgeschlossen war warf ich den iPod aus.
Das hat dem Gerät wohl nicht sonderlich gefallen, es ging ohne Vorwarnung aus. Bevor ich die Sprache überhaupt auswählen konnte. Glamourös dachte ich. Da zu dem Zeitpunkt Prüfungszeit war hatte ich nun keinen Nerv mehr mich um solche Zicken eines elektronischen Gerätes zu kümmern. Ich habe dann vorerst mein MacBook als iPod genommen in der Hoffnung das ich nicht bei nächsten Reboot in der Open Firmware oder im Singleuser Mode lande
.
Der nächste Morgen verlief super, das Gerät sprang an und dröhnte mich mit Too Much von Bonarparte zu. Ein sehr interessanter Track wie ich finde. Auch bei der heimfahrt nach der Prüfung lief das Gerät problemlos und ohne nennenswerte Aussetzer. Nur dummerweise war der Akku gänzlich leer, die Hin- und Rückfahrt dauerte zusammen 2 Stunden daher ist das recht ungewöhnlich.
Das Netzteil hat ihn wieder aufgeladen, kaum fertig mit dem Ladevorgang, nahm ich ihn und wollte ein paar Minuten Joggen gehen. Die ersten 400 Meter lief er, danach war nur noch ein klacken zu vernehmen. Eingepackt und ohne Musik weitergelaufen. Ich habe das Gerät danach zwei Tage ignoriert, bei Frauen wirkt das manchmal Wunder, vielleicht auch bei dem iPod, so mein Gedankengang – stattdessen habe ich mein iPhone mit Musik befüllt. Nach den zwei Tagen ließ er sich nicht mehr einschalten ins Dock gestellt an den Ladestecker gehangen… Rein gar nichts, der fünf Jahre alte Elektronik-Rentner hatte ja schließlich nur Alzheimer, und die Menschen leben ja auch mehr oder weniger noch ein Paar Jährchen, ich konnte mir einfach nicht vorstellen das mein iPod kaputt ist.
Ich hatte noch mein iPhone welches mich auf dem weg unterhalten sollte. Dumm nur wenn es zu Hause auf dem Schreibtisch liegt. Ich war mit einem Mal in einer vollkommen neuen Welt gelandet. So viele selten bescheuerte Menschen mit ihrem minderbemittelten Gequatsche habe ich auf einer Fahrt noch nie erlebt. Die iPhone Kopfhörer, egal wie laut man sie einstellt, beschallen eigentlich mehr die Bahn als mein Ohr. Leider musste ich so jedes unnütze Wort von halbstarken Teenagern, die gerade darüber philosophierten wie man Frauen in einer Diskothek abschleppt oder zumindest wie man sie in vier Minuten ins Bett bekäme mit anhören. Grausam. Nach der Zugfahrt war die Investition von 250 Euro quasi schon umgesetzt, ein neuer iPod musste her und das so schnell wie möglich.
Sofort nach der UNI bin ich in den nächsten MediaMarkt. Nachdem mich der hektische Mitarbeiter nicht zu einem iPod mit 8 GB überreden konnte – so recht weiß ich allerdings nicht warum er das immer versucht hat, ich sagte das ich Minimum 30 GB Musik und Videos mit mir umhertragen möchte, dass aber ignorierte er gekonnt.
Die 10 Minuten sinnloses gequatschte habe ich dann mit dem Satz: „16 GB = 199 Euro und 120 GB = 239 Euro“ recht zügig beendet. Ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig endlich mehr Platz auf dem Ding und robuster verarbeitet war es auch.
Dennoch bin ich sauer. Toller iPod, super fluent Interface aber ein wirklich katastrophales Click-Wheel. Es ist unglaublich träge, manchmal reagiert es gar nicht bei Zeiten macht er während ich auf ihm herumtatsche den Bildschirm aus. Schade Apple wirklich Schade. Nicht nur das ihr iPods so einen grausamen Tod sterben lasst. NEIN weil das Click-Wheel wahrlich nicht gut gelungen ist. Nachdem mir für 5 Sekunden fast das Trommelfell aus dem kopf gepustet wurde weil dieses verdammte Sensor-Teil genannt Click-Wheel einfach nicht auf die Lautstärkeneinstellung reagiert hat. Jetzt bin ich jetzt richtig PISSED OFF!!!
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